Bericht zur Tour
Autor
Benedikt Heigenhauser
Erstellt am
15.03.2025 21:16
Letzte Änderung
15.03.2025 21:42
Tourenbericht

Lange hielt das Schönwetterfenster, doch leider schlug selbiges kurz vor unserem Tourtermin zu. Niederschlag, schlechte Sicht, Schneearmut in den unteren Lagen, alles das waren Anfang Woche keine einladenden Vorboten. So fanden sich dennoch am Freitag zwei mutige Teilnehmer, mit "Hauptsache draussen was machen" und "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung" Mentalität. Gemeinsam traten wir die Reise nach Adelboden an. Schon im Bus spekulierten wir, dass sich das Wetter auf Mittag vielleicht verbessern könnte und prüften fleissig MeteoBlue und MeteoSwiss. An der Engstligenalp standen wir dann erst mal im wortwörtlichen White-Out und tasteten uns zuerst auf der Langlaufspur, dann flach weiter Richtung Ammertepass vor. Wenige andere Tourengänger hatte es an diesem Tag, alle in etwa gleich froh, wenn eine andere Gruppe zum Überholen ansetzte. Nicht um ihnen die Spurarbeit, sondern an diesem Tag vor allem die mühsame Orientierungsarbeit abzunehmen. So gelangten wir schlussendlich (GPS sei Dank) zielsicher auf den Ammertepass und tastelten uns die Schulter in engen Spitzkehren hoch. Auf etwa halber Höhe zum Gipfel dann die Überraschung, es tat auf. Pünktlich auf 12 Uhr wie angesagt, standen wir auf der Ammertespitz mit freier Sicht auf Wildstrubel, Altels, Wildhorn und im Simmental reckte auch das Albristhorn noch seine Krone aus der Wolkensuppe. Das Beste war aber die Aussicht auf die frisch beschneiten Hänge der Ammertespitz die sich jetzt boten. Also keine lange Gipfelrast, sondern ein schneller Snack, zum Skidepot, in die Bindung und los. Knapp 700HM Genuss pur in ca. 20cm Neuschnee auf einer festen Unterlage bei guter Sicht. Ein wenig war es auch ein Wettlauf mit den Wolken, welche hinter uns am Pass schon wieder aufzogen. Dieses Rennen haben wir aber gewonnen. Sodann wieder zur Engstligenalp und nach einem Getränk retour auf Bern. Moral von der Geschichte: Es lohnt sich raus zugehen! Danke an Manfred und Maurus!