Tag 1: Früeh am Morge, wies so üebelch isch für d JO, hei mir e Fahrt is Blaue gnoh, respektiv i is Graue. Trotzdem hei mir underwägs es trochnigs Plätzli zum chlättere gfunge, mit bester Wandstruktur und künstleche Griffe. Nach ere usgiebige Turi-Poschtoutofahrt sie mir aui nid mit viu Lust usgstige. Rägä, Näbu, Chäuti. Ganz wohlig isches üs när ir Hütte vorcho wo mir aui ufe gliich Spiliwüssensstand bracht hei.
Tag 2: mier zitiere dr Gipfubuechiitrag: "Mit wunderschöner Aussicht, d.h. weiss vom Nebel soweit das Auge reicht, kletterten wir auf der Flucht vor der Bundeswehr durch den Schnee. Uns hat der Chröttligrat (oder doch Entengrat?) sehr gefallen. Die Klagemauer wurde erfolgreich, sogar ohne den Fels zu berühren, beklungen. Leider hat das 'Bässewägli' seine einzige Aufgabe nicht erfüllt."
Tag 3: Nachdäm ds der erst aaschiss vom ufstah überstande isch gsi simer am sächsi bi iisige Temperature richtig underi Bielehornlücke losgstapft. Dört het üüs ä richtige Morgezauber erwartet. D Kristalle hei üüs der Wäg zum istig gwise. Mit meh oder weniger Frustration, Schlinge und ufegschrisse wärdä, hei mer üüs bis zum zwöitä Usstig gkämpft. Nach erfougriichem Abseile hei mer üüs ufene feine Schoggichueche ir Siedelenhütte gfröit. Dä hets amer ersch nachemä Iisbade gä.
Am letzten Tag spielte das Wetter für größere Projekte leider nicht mit, weshalb wir uns in den Sportklettergarten bei Gletsch verzogen. Dort blieben wir trocken und haben sogar ein paar Sonnenstrahlen abbekommen. Nach einer abschließenden fiktiven Spaltenrettung ging es auf die lange Heimreise.
Fazit: Erst wemme gnöög lang wiss hed gsee, chalt hed ghäbä und uf nassem Fels hed gchlätteret lehrt me dÜssicht, dWermi vo de Sunnestrahle und grififkeit vo trochenem Fels schetze. Tortz Huddelwätter isch d Lüünä meist gööd gsi.

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